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Im April, im April, da macht er was er will

Da ich in den letzten Wochen wirklich nicht so viel spannendes erlebt habe, erzähle ich ein bißchen über meinen gestrigen Tag, bekanntermaßen, der 2. April 2008.

So ein ganz normaler Mittwoch eben- Seminar: Was heißt reformiert sein? Diesmal glich es eher einer Vorlesung, aber ok, war nett. Natürlich wird auch mal Luther erwähnt und natürlich drehen sich dann alle zu mir um, da ich dort der einzige "Lutheraner" bin (hab mich noch nie so wirklich als Lutheraner gesehen, is was neues hier- dieses konfessionelle Profil). Doch wie schon Jürgen Moltmann sagte: "Meine Heimat sind die Reformierten, aber meine Zukunft ist die Ökumene". Da kann ich mich mit anderem Heimatbegriff, aber gleicher Zufkunft gerne anschließen!

Rasch schwang ich mich auf mein Velo gen Heimat- der Wildstr. 5. Dort schaute ich mir schnell ein Loriot Video im Internet an, aß schnell ein Chäsbrättli (Käsebrot), schmieß die Wäsche in die Waschmaschine und zog los zum Vortrag von Erwin Teufel. Ja, ja, dort traf ich dann auch andere Baden Württemberger und fühlte mich mal wieder super heimisch. Er sprach über Europa- und warum es sich lohnt, sich dafür einzusetzen. Der Duktus war ungefähr so: "Die Heimat bleibt immer Heimat, die Zukunft darf trotzdem Europa sein". Da wären wir wieder beim obigen Thema angelangt. Danach gabs noch Käse, Brot, Salami, Gemüse Dip und natürlich a Viertele mit meinem ehemaligen Ministerpräsidenten. Natürlich blieb ich so lang, dass ich auch noch beim Aufräumen mithelfen durfte.

So ging ein schöner Tag zu Ende, indem ich durchs vom Frühling erweckte Bern nach Hause ging, bei sternklarem Himmel, durch die schönen Altstadtgässchen.

So ein ganz normaler Mittwoch eben.

3.4.08 08:44, kommentieren

Der Wonnemonat März

 


Hä? War der Wonnemonat nicht immer der Mai? Naja, egal. Es gab jedenfalls ziemlich viel Ausflüge im März, vor allem gegen Ende März (über den Anfang hab ich glaub schon berichtet, na dann jetzt über das Ende des Märzen).

 

War ja auch ne Woche Ferien, die muss man natürlich auch nutzen.

Zuvor war ich allerdings einen Tag spontan auf dem Schilthorn. Raus aus dem Nebel- rein in die Sonne- rauf aufs Schilthorn, ich habs ja nicht wirklich geglaubt, aber das James Bond Drehrestaurant dreht sich echt! Sehr spaßig, kann ich jedem nur empfehlen und der Ausblick ist auch traumhaft (man war ja schließlich über dem Nebel).

 

Die Osterferienwoche startete mit den liturgischen Tagen der katholischen (wer hätts gedacht?) Hochschulgemeinde. Gründonnerstagsgottesdienst mit Fußwaschung (Zitat: „Was ist denn das für eine Religion?, Karfreitag mit alternativem Kreuzweg zu unbequemen Orten in Bern, sowie dem christkatholischen Gottesdienst zum Gedenken an das Begräbnis Jesu. Ostersamstag 16 Uhr gings dann los- letzte Vorbereitungen zur Osternacht, letzte Absprachen, 17:20 Uhr: Schneller Blick ins Internet, der VFB hat 4:1 gewonnen- super, die Osternacht kann beginnen. 19 Uhr: Liedprobe, liturgischer Einstieg, 21 Uhr: Aufbruch mit dem Zug nach Solothurn. Von dort aus wandern wir nach Oberdorf, verlieren schon einen ersten Teil der Gruppe, die kommen dann ein wenig später aber doch in der Kirche in Oberdorf an. Nach einer liturgischen Station, geht’s weiter mit Eierdütschen und Züpfen im Gemeindehaus in Oberdorf, dann Aufbruch, kleine Irrwege, Osterfeuer, mit Weihrauch J

Die Osterkerze wird hinaufgetragen bis auf den Weissenstein, langsam nimmt die Müdigkeit Überhand, doch die Helligkeit siegt, Christ ist erstanden!! Wir kommen an, einige schlafen auf dem Weissenstein in der Kapelle fast ein, danach gibt’s noch ein leckeres Frühstück, es ist mittlerweile 9 Uhr morgens, Dann der Schock- die Seilbahn fährt nicht. Zurück in die „Beiz“, eine Runde Jassen (Schweizer Kartenspiel), dann fährt sie doch. Eine sehr antike Seilbahn (siehe Bild).

 

11:30 Uhr: Aufräumen, und dann nichts wie ins Bett, Aufwachen erst spät am Nachmittag, dann ab in den christkatholischen Gottesdienst. Ausklang der Osterfeiertage mit Käsefondue und zahlreichen gesunden Getränken! Feier mit orthodoxen (bei denen ja eigentlich noch gar nicht Ostern ist, toll dass sie trotzdem mitfeierten), einem Anglikanern, einem Christkatholik und 2 Lutheranern. Da wird natürlich häufig angestoßen (weitere Kommentare überflüssig).

Ostermontag: Aufstehen um 5:15 Uhr- ab geht’s ins Wallis, nach Crans Montana- Skifahren mit Grabenhofs, 2 Tage- ich freu mich natürlich rießig. Pack alles in meinen Rucksack und zieh mit Ski und Stöcken los. Nach 2,5 Stunden komm ich an, mit Rucksack und Ski, aber leider ohne Stöcke, sind unterwegs verlorgen gegangen, ein bißchen Schwund ist immer, und sicherlich waren sie das unwichtigste von meinen 3 Gepäckstücken. Mit geliehenen Stöcken geht’s dann also los, wunderschöne Skitage und tollen Spieleabenden, ich bleib natürlich einen Tag länger, und noch einen, fahr dann doch endlich am Donnerstag ab.

DANKE GRABIS für die tollen Tage mit euch!!!!!!!!!!!!!!!!!

Freitag begannen dann schon die Kinderbibeltage- Daniel in der Löwengrube- der Daniel hat viel mitgemacht, der Daniel hat es weitgebracht, dieses Lied gab es schon mal (mit Josef), macht nichts, verkaufen wirs als Klassiker! Endlich kenn ich die Daniel Geschichte, darf auch noch ein tolles Stadtspiel organisieren und am Sonntag dann auch noch Werbung fürs Zeltlager machen (in er evangelischen Kirche- toll, oder?). Der weiße Sonntag ist dann natürlich für die Familie da, am Montag geht’s dann in aller Frühe wieder zurück nach Bern, wo der Alltag mich wieder hat. Soweit in aller Kürze, euch allen einen schönen Start in den April, oder in die Zeit nach den Osterferien.
Viele Grüße,
Philipp

3.4.08 09:20, kommentieren

Der Flug ist gebucht, Abschiedsschmerz bahnt sich an

Ein liebes Salut aus Bern,

Alles hat seine Zeit- so heißts so schön in der Bibel. Loslassen hat seine Zeit und aus Bern wieder weg zu gehen wird auch seine Zeit haben. Gestern war hier Kleinkunst Abend, es war wunderschön, sogar die Professoren haben sehr tolle Beiträge gemacht. Ich hatte gestern abend den Eindruck, die Berner Fakultät sei wie eine kleine Gemeinde, ein Kreis voller netter Kumpel und guter Freunde. Tja und bald wird diese nette Runde zu Ende sein. Am 31.5. ist das Semester vorbei, viele nette Menschen gehen wo ganz anders hin, in die weite Welt hinaus, obwohls in Bern doch so schön ist. So werde ich es diesen Menschen gleich tun, die Reise wird weitergehen, auch für mich.

Ein Traum, den ich an Ostern 2006 begonnen habe zu träumen, rückt immer näher, wird bald Realität sein:

ROM- die ewig Stadt. Der Zimemrwunsch ist abgegeben, der Flug ist gebucht. Ein Jahr leben und studieren in Rom, da werde ich dann wohl wieder einiges zu berichten haben.

Aber bestimmt melde ich mich noch mal von Bern aus, wo ich auch noch den ein oder andern Ausflug geplant hab,

In diesem Sinne,

Viele liebe Grüße,

euer,

Philipp

1 Kommentar 25.4.08 14:07, kommentieren